„Lasst uns nicht hängen“

Nach dem Dialog mit der Samtgemeinde stand bereits am nächsten Tag die Kita-Ausschuss-Sitzung der Samtgemeinde an.
Einige Eltern fanden sich hier als Zuschauer ein, auch um die Ergebnisse des Dialogs präsentieren zu können.
Dafür wurde den Eltern ein extra Tagesordnungspunkt eingeräumt.
Während der Sitzung wurde eine weitere Aktion zur Verdeutlichung der Probleme durch die Eltern durchgeführt, dazu später mehr.
Zuvor wurde die Petition, die die Samtgemeinde auffordert, sich um die Betreungssituation zu kümmern, durch Christian Seidel an die Samtgemeindebürgermeisterin übergeben.
Als Einleitung der Lösungsvorschläge wurde seitens der Samtgemeinde kurz die Situation geschildert und im Anschluss durch die Eltern Timo Sgorsaly, Thomas Kolbe, Christian Seidel und Patrick Müller wurden die Ideen vorgestellt.
Dabei wurden unter Anderem Vorschläge vorgestellt an welchen Orten in der Samtgemeinde sich die Eltern vorstellen könnten, dass temporäre Kitas errichtet werden könnten. Außerdem wurden Vorschläge gemacht, wie Personal gewonnen werden kann und vorhandene Grundstücke und Gebäude kurzfristig oder dauerhaft umgenutzt werden können.
Zudem wurde gefragt, warum ein vorhandenes Angebot an die Samtgemeinde, wonach eine Kita bis zum März 2022 in Modulbauweise erstellt werden kann, nicht weiter verfolgt wurde.
Dieses Angebot stünde im Zusammenhang mit einem neuen Baugebiet in Weyhausen, allerdings würden hier 4 Gruppen kurzfristig bezogen werden können.
Während der Präsentation wurden, durch weitere Eltern, die Ballons in Position gebracht. Damit sollte, wie bereits bei der Kreidemalerei, deutlich gemacht werden, dass es sich bei den Kindern, die keine Betreuungszusage bekommen haben, nicht nur um Zahlen, sondern um Personen.
Damit in Verbindung wurde durch die Eltern darauf hingewiesen, dass es für einige Eltern ein Existenzproblem darstellt, wenn sie nicht im geplanten Maß ihrer Arbeit nachkommen können. Die Mitglieder des Rates wurden aufgefordert, sich selbst einmal gedanklich in die Situation der Eltern zu versetzen. Viele könnten selbst in die Situation geraten, und wenn es nicht ihre Kinder betrifft, dann könnten es die Enkel sein, die durch die Situation betroffen sind.
Im Anschluss an die Vorstellung der Lösungsvorschläge der Eltern, wurde durch die Ratsmitglieder darauf eingegangen, was in den letzten Jahren verkehrt lief und weshalb sich die Situation nicht verbessert hat.
Nachdem durch die Eltern wiederholt darauf hingewiesen wurde, dass es uns nicht hilft, die Fehler der Vergangenheit zu sezieren, sondern wir an Lösungen für die Zukunft interessiert sind, wurde durch den Rat zugesichert, sich priorisiert um Lösungen zu bemühen. (Artikel AZ-Online) (Artikel GR-Online)